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Ein Auftrag an die gesamte Gesellschaft

Wien hat über Jahrzehnte hinweg von Zuwanderung profitiert: MigrantInnen haben einen bedeutenden Beitrag zu Wachstum, Wohlstand und Beschäftigung geleistet, die Stadt verjüngt und sie internationaler gemacht. Damit hat Wien einen Startvorteil gewonnen für eine Ära, in der Offenheit und die Fähigkeit, das Talent und Können zugewanderter Menschen für die Stadt zu nutzen,ein Schlüssel für positive Entwicklung sind. Einfach ist die Einwanderungsstadt jedoch nicht. Die gesamte Gesellschaft ist gefordert, mit den Veränderungen umzugehen und das Zusammenleben positiv zu gestalten.

Lohnend aber anspruchsvoll: Leben in der Migrationsgesellschaft

Die Wiener Stadtgesellschaft ist heute durch eine Vielzahl von Lebensstilen, Werten, Einstellungen, sozio-ökonomischen und sprachlichen Hintergründen geprägt. Beinahe schon für die Hälfte der WienerInnen sind mehrfache kulturelle Bezugspunkte und Zugehörigkeiten gelebter Alltag. Dieser Pluralismus ist Voraussetzung für eine vitale und prosperierende Stadt, die nicht stagniert. Vielfalt ist aber auch anspruchsvoll: Sie kann für Unverständnis und Spannungen sorgen und zwingt zur Auseinandersetzung darüber, wie mit kulturellen, sprachlichen und sozialen Unterschieden umzugehen ist und was eine Gesellschaft nachhaltig zusammenhält.

Gesellschaftliche Verantwortung

Eine weltoffene Gesellschaft findet eine vorurteilsfreie und differenzierte Art, über sich, ihre Zukunft und ihre Probleme zu sprechen. Sie ist sich der Bedeutung der internationalen Einbettung für den Wohlstand und die Rolle Wiens bewusst und schätzt das bunte Mosaik der Milieus und Herkünfte. Sie verständigt sich auf ein respektvolles Miteinander und gelangt zu Übereinkünften für das tägliche Zusammenleben in der interkulturellen Stadt. Zivilgesellschaftliche und mediale Initiativen wirken in der Mitte der Gesellschaft als mächtige Treiber für eine vielfältige Stadt Wien, die sich ihre Integrationsfähigkeit bewahrt und sich in Medien in ihrer Zusammensetzung wiedererkennt.

 

Weiterführende Informationen

Initiativen in Wien…

Download_BIBERAls “Magazin für neue Österreicher” berichtet das biber direkt aus der multiethnischen Community heraus – und zeigt damit jene spannenden und scharfen Facetten Wiens, die bisher in keiner deutschsprachigen Zeitschrift zu sehen waren. Das biber reflektiert das Lebensgefühl einer neuen Generation, schwingt dabei aber nicht die moralische Integrationskeule.

 

okto-logo-schwarz1Der Fernsehkanal Okto ist ein partizipativer Fernsehsender in Wien. Er ist dem Gedanken des Bürgerfernsehens verpflichtet und orientiert sich an Gruppen, die bisher in der Österreichischen Medienlandschaft unterrepräsentiert sind.

 

 

projektXchange_logo2Beim Projekt Xchange geht es um Persönlichkeiten mit Migrationshintergrund. Es setzt in punkto Migration und Integration neue Akzente: Durch persönliches Kennenlernen des „Fremden“ werden Vorurteile, Ängste und Konflikte abgebaut und Verständnis und Miteinander gefördert.

 

backonstage5Back on Stage steht für die mobile Jugendarbeit Wien, ist stadtteilorientiert aktiv und wendet sich an Jugendliche, die den Großteil ihrer Freizeit im öffentlichen Raum verbringen. Das Projekt will gesellschaftlichen Ausgrenzungen entgegenwirken und Mitgestaltung an gesellschaftlichen Prozessen fördern.

 

brunnenpassage_logoSeit 2007 wird durch das Projekt Brunnenpassage ein vielfältiges Projekt in der Markthalle am Brunnenmarkt angeboten. Das Projekt richtet sich vorrangig an Menschen, denen weder Theater, Museen und Konzerthäuser zugänglich sind.

 

 … und international

phoenix

Phoenix e.V. wurde 2010 mit dem Aachener Friedenspreis ausgezeichnet. Der Verein zielt sowohl auf die Unterstützung Betroffener als auch auf einheimische TeilnehmerInnen, die über ihre Vorurteile und ihr Verhalten hinsichtlich Rassismus lernen und aufgeklärt werden.

 

stadtteilmuetter_310

Innerhalb der Projekte Stadtteilmütter werden Frauen und Männer, meist mit Migrationshintergrund, zu Themen wie Erziehung, Bildung, Gesundheit und Sprache ausgebildet. Sie sollen dadurch Selbstvertrauen und eine Vorbildfunktion in ihrer community erlangen und ihre Erfahrungen an migrantische Familien weitergeben.

 

garten

Internationale Gärten oder interkulturelle Gärten sind Gartenprojekte, bei denen Konzepte des interkulturellen Lernens, der kulturellen Verständigung und Integration im Mittelpunkt stehen. Das Pilotprojekt entstand 1996 in Göttingen.

 

50279_113800688683111_3027385_nDie Stärkung des sozialen Zusammenhalts in benachteiligten Stadtteilen durch Empowerment, Partizipation und durch gezielte Projekte wie Quartiersräte und -parlamente sowie fachübergreifende Zusammenarbeit stehen bei der Arbeit der Quartiersmanagements im Vordergrund.

 

bertMit dem Radar gesellschaftlicher Zusammenhalt will die Bertelsmann Stiftung zur gesellschaftspolitischen Debatte über Zusammenhalt beitragen. Diese Studie hat das Ziel ein besseres Verständnis für aktuellen sozialen Wandel und zukünftige Entwicklungen zu liefern.